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Unsere Werkstatt
Wissenswertes rund um die Uhr

 

Warum sollten Sie Ihrer Uhr von Zeit zu Zeit ein Service gönnen?

Eine mechanische Uhr ist eine höchst präzise kleine Maschine, die ganz Erstaunliches leisten muss. So läuft das Werk bei täglichem Gebrauch vom 1. Jän. bis zum 31. Dez. pausenlos „rund um die Uhr“.


 
 

Dabei schwingt die Unruh eines modernen Schweizer Uhrwerks stündlich 28.800 mal hin und zurück. Würden Sie die Winkelstrecke, die ein beliebiger Punkt auf dem Unruhreif dabei zurücklegt, auf das 16-Zoll-Rad eines PWK übertragen, so kämen Sie etwa auf eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 90 km/h. Nach 8.760 Betriebsstunden (365 x 24) ergäbe das eine Strecke von 788.400 km im Jahr. Dieser Beanspruchung hielte kaum ein Automotor stand.

Damit die Uhr das schafft, empfehlen wir eine Überholung der Uhr nach fünf bis sechs Jahren. Bis dahin werden 756.864.000 Halbschwingungen zusammen gekommen sein. Das entspricht nach unserem Beispiel 2.365.200 km, etwa dem 60fachen des Erdumfanges oder drei Reisen zum Mond und zurück. Ihre Uhr hat sich also eine Kur redlich verdient.

Wenn eine Uhr baden geht ...

„Die häufigste Ursache für Reparaturen sind auf nicht wasserdichte Uhrgehäuse zurückzuführen“, weiß Uhrmachermeister Walter Krottendorfer.

Die Wasserdichtheit ist von vielen Bedingungen abhängig:


1. Konstruktion
2. Fertigungspräzision und Stabilität des Gehäuses
3. Dichtungsmaterial, -form und –stärke
4. Art der Beanspruchung sowie
5. natürliche Alterung

Entscheidend für die Dichtheit eines Armbanduhrgehäuses ist die Präzision, mit der es gefertigt wurde. Je genauer die Elemente zueinander passen, desto besser lässt sich ein Wassereinbruch vermeiden.
Ebenso wichtig ist die Stabilität: Je höher der Druck, dem das Gehäuse standzuhalten hat, desto stabiler müssen Gehäuse und Glas sein. Die meisten Wassereinbrüche in Uhrgehäuse kommen über Krone und Tubus. Daher sind Stabilität und Passgenauigkeit hier am nötigsten. Seitlicher Flankenschutz und eine Verschraubung sollen Beschädigungen und ungewolltes Öffnen vermeiden und die Krone bestmöglich verriegeln. Aber Vorsicht: Eine verschraubbare Krone allein sagt noch nichts über das Maß der Dichtheit aus.
Ohne Dichtungen wäre selbst das stabilste und präziseste Gehäuse nicht abzudichten. Um weiche Dichtungen flexibel und Dichtstellen wasserabweisend zu erhalten, versehen wir die Bodendichtungen vor dem Zusammenbau mit einer dünnen Schicht Silikonfett.

„Nehmen Sie die Meterangaben auf Ihrer Uhr auch nicht zu wörtlich“, weiß der Spezialist Walter Krottendorfer aus Erfahrung. Diese Werte beschreiben nämlich nicht, wofür Ihre Uhr geeignet ist, sondern lediglich unter welchen Bedingungen die Uhr geprüft wurde. "Eine Armbanduhr, wasserdicht bis 30 Meter nach DIN, ist geeignet für einen Tauchgang auf 30 Meter Tiefe. Wenn Sie eine Uhr suchen, mit der Sie zuverlässig schwimmen, duschen und baden können, dann sollte sie mindestens bis 100 Meter nach DIN wasserdicht sein und außerdem eine verschraubbare Krone haben."

Abschließend noch ein Rat von Uhrmachermeister Krottendorfer, den Sie beherzigen sollten: „Lassen Sie Ihre Armbanduhr mindestens einmal jährlich auf Wasserdichtheit prüfen." (Bei Juwelier Krottendorfer erfolgt dieses Service natürlich kostenlos!)